Hülsenfrüchte sind nachhaltig und gesund: Aufgrund ihrer wertvollen Nährstoffe und der Stickstofffixierung durch Wurzel-Bakterien sind sie ein wichtiger Bestandteil in allen Anbau- und Ernährungssystemen weltweit. Zudem sind sie sehr vielfältig einzusetzen: etwa in Eintöpfen, in einem Vegi-Burger, Salat  oder als vegetarische Füllung. Und sie eignen sich zum abnehmen, da sie gut sättigen und viel Ballaststoffe haben.

Erfahren Sie hier mehr über diese Eigenschaften und Tipps zum bekömmlichen Kochen.

Hülsenfrüchte sind reich an Eiweiss, Kohlenhydraten, Ballaststoffen, Vitaminen (B-Vitamine), Mineralien und Spurenelementen wie Eisen, Zink und Kalium. Wegen ihres hohen Proteingehalten werden sie gerne für vegetarische Gerichte eingesetzt. In Kombination mit Vollkorngetreide und Gemüse erhält man so die essentiellen Aminosäuren und Mineralstoffe. In traditionellen Küchen vieler Länder finden sich solche Kombinationen, wie Linseneintopf, Mais und Bohnen oder Linsen mit Reis.

Hülsenfrüchte gehören zu den Leguminosen. Diese haben in ihren Wurzelknöllchen eine Symbiose mit stickstoffixierenden Bakterien, dh. diese Bakterien können Stickstoff aus der Luft fixieren. Die Pflanze bzw. ihre vergemeinschafteten Bakterien düngen sich sozusagen selber. Deshalb sind sie in extensiven Anbausysteme wie dem Biolandbau beliebt.

Weitere Vorteile:
Hülsenfrüchte sind preiswert
Sie haben dank ihrer Nährstoffe einen hohen Sättigungswert.
Sie verfügen über mehr Vitamin B, Kalium, Magnesium, Phosphor und Eisen als in einer vergleichbaren Portion Fleisch.
Sie sind fettarm.
Sie sind für Diabetiker gut geeignet, da die Kohlenhydrate nur langsam ins Blut aufgenommen werden.
Sie regulieren die Cholesterinwerte bzw. senken zu hohe Cholesterinwerte
Viele Nahrungsfasern: Regen die Darmtätigkeit an und helfen Verstopfung zu vermeiden.
Sie können gut aufgewärmt werden und werden dann oft noch schmackhafter.
Sie können vielfältig eingesetzt und kombiniert werden.

Dank all dieser Eigenschaften eignen sie sich hervorragend zum Abnehmen.

Wirkung gemäss TCM: Hülsenfrüchte sind von der Temperatur her neutral. Sie stärken das Qi, Blut und Yin. Sie transformieren Feuchtigkeit und Nässe und regulieren den Stuhlgang.

Hülsenfrüchte enthalten Bestandteile, die roh giftig sind, weshalb sie gekocht werden müssen (Ausnahme Zuckererbsen). Sie können Blähungen verursachen, vor allem, wenn man nicht daran gewöhnt ist.

Tipps zum Gelingen und zur Verdauungsförderung

- getrocknete Bohnen & Erbsen einweichen, am besten über Nacht mindestens 12 Stunden. Linsen und geschälte Erbsen sowie frischen Bohnen und Erbsen müssen nicht eingeweicht werden.

- Einweichwasser wegschütten und Hülsenfrüchte mit frischem Wasser spülen.

- mit reichlich frischem Wasser (ein Daumenbreit über den Hülsenfrüchten)  gemäss Anleitung kochen. Falls nötig, heisses Wasser zufügen

- verdauungsfördernde Kräuter beigeben, z.b. (je nach Geschmack und Gericht): Fenchelsamen, Koriander, Kümmel, Majoran, Bohnenkraut, Thymian, Lorbeer, Wacholder, Algen

- erst am Schluss der Kochzeit Salz und Säure dazugeben (z.B. Apfelessig, Sojasosse). Salz und Säure stoppt oder verlangsamt den Garprozess.

- wenn man es sich noch nicht gewohnt ist, mit Linsen und kleinen Mengen (2-3 mal pro Woche ein Esslöffel) anfangen

- man kann auch Bio-Bohnen und Kichererbsen aus dem Glas verwenden, wenn es schnell gehen soll

Rezepte:

https://www.karin-nowack.ch/ernaehrung/hintergrund

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Stadt-Land-Gnuss

Verena Krieger: Hülsenfrüchte. AT-Verlag

Wirkung und Einsatz gemäss TCM: https://www.therapeutika.ch/home

 

Karin Nowack
Zert. Tibetische Energiearbeit
Zert. Ernährungsberaterin
Zert. Integral Coach
Dipl. Natw. ETH Umweltnaturwissenschafterin

© 2021 Karin Nowack, Praxis Balance.
www.karin-nowack.ch
CH-5000 Aarau, Mail: post at karin-nowack.ch

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