Es tut sich etwas in Städen in Gemeinden in der Schweiz, in Europa. Der politische Wille und die Taten nehmen zu, die Lebensmittelbeschaffung für Kantinen, Schulen, Altersheime, Verwaltung etc. ökologischer und regionaler zu gestalten. Hier einige Beispiele.

Zürich: Strategie nachhaltige Ernährung 2019, diese wird nun mit diversen Massnahmen umgesetzt. Zentrale Elemente sind weniger Foodwaste, regionale Produktion und Verarbeitung, ausgewogene Ernährung, Partizipation und Schulung.

Bern: Die Stadt Bern engagiert sich zusammen mit regionalen Organisation zum Beispiel mit der OGG im Rahmen der Agenda 21 in verschiedenen Bereichen, insbesondere gegen Foodwaste und für mehr Regionalität. Die Richtlinien für die Verpflegung von Kindern in städtischen Betreuungsstrukturen geben vor, dass es Fleisch und Fisch pro Woche nur ein bis zwei Mal gibt. Die Zutaten werden mehrheitlich regional eingekauft, sind saisonal und haben mindestens IP- Suisse-, wenn möglich Bio-Qualität.

Basel engagiert sich ebenfalls vor allem im Bereich Regionalität und gegen Foodwaste, ebenso insgesamt für eine vielfältige, gesunde und umweltverträgliche Ernährung.

Biel: Die Charta des Ernährungsrats der Stadt Biel will eine "umweltfreundliche und klimaschonende Versorgung mit gesunden Lebensmitteln zu gerechten Preisen, welche den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die kulturelle Vielfalt fördert und stärkt und Arbeitsplätze schafft in einer Wirtschaft, die sich am Gemeinwohl orientiert. "

Aargau: Das FiBL hat einen Leitfaden erstellt für die nachhaltige Beschaffung von Lebensmittel und Verpflegungsdienstleistungen und verschiedene Aargau Gemeinden sind nun daran, dies umzusetzen.

Greenpeace hat die Beschaffungsrichtlinien dieser und verschiedener weiterer Städte unter die Lupe genommen.

Einige Städte in Europa gehen wesentlich konsequenter vor, vor allem was den Bio-Anteil in der Verpflegung betrifft, zum Beispiel Kopenhagen. Kopenhagen hat 2007 eine langfristige Strategie gestartet. Es ging dabei um umfassende gesündere und nachhaltigere Verpflegung - lecker und freudvoll. Es geht also nicht nur um den Ersatz von einzelnen Komponenten sond eine andere Philosophie. Kopenhagen hat dies sehr erfolgreich umgesetzt.

Auch Österreich setzt auf Bio in der Gemeinschaftsverpflegung.

Karin Nowack
Dipl. Natw. ETH Umweltnaturwissenschafterin
Zert. Ernährungsberaterin

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