Am Morgen ein paar Blättchen Zitronenmelisse abzupfen, mit heissem Wasser übergiessen, fertig ist das erfrischende Getränk!

Bei den warmen Temperaturen, die zurzeit herrschen, ist viel Trinken angesagt. Nach der chinesischen Ernährungslehre ist es auch bei Getränken wichtig, die Eigenschaften zu kennen. Denn jedes Getränk hat eine Wirkung auf den Körper, zum Beispiel ist Mineralwasser kühlend, heisses Leitungswasser neutral und Kaffee erwärmend aber auch austrocknend.

Ideal ist - auch vom ökologischen Standpunkt her (siehe weiter unten) - Leitungs- oder Brunnenwasser. In den meisten Orten der Schweiz hat das Leitungswasser einwandfreie Qualität. Wenn man leicht fröstelt oder eine Verdauungschwäche hat, ist es auch im Sommer gut, das Wasser zu kochen und dann etwas abgekühlt zu trinken. Heisses Wasser stärkt die Verdauung, ist erfrischend und reinigend.

Ebenfalls ideal sind leichte Kräutertees. Hier einige der gebräuchlichen Sommertees:

Zitronenmelisse: beruhigend, verdauungsfördernd, krampflösend, reguliert und bewegt die Energie (Qi), wirkt gegen Hitzewallungen

Pfefferminze:  gut bei Erkältung, Fieber, Bronchitis; fördert Verdauung, reguliert und bewegt Energie, somit gut bei Stauungen, Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit

Grüntee: Leicht kühlend, geistig anregend, fördert die Entschlackung, leitet Feuchtigkeit aus, fördert die Fettverdauung

Eisenkraut: stoffwechselanregend, löst Schleim und Stau, reinigend, bei Entzündungen und Fieber

Lindenblüte: entkrampfend, beruhigend, entwässernd, reinigend, schweisstreibend, fiebersenkend

Was ist das ökologischste Getränk?

Eindeutig Leitungswasser! Das haben Fachleute für Ökobilanzen berechnet und das ist auch nicht weiter verwunderlich, denn alle anderen Getränke werden aufwändiger produziert und oft von weither transportiert. Das Zweitbeste nach eigener Einschätzung ist Tee mit frischen Kräutern aus dem Garten. Meine Zitronenmelissenstaude spriesst jedes Jahr zuverlässig, ohne dass ich irgendetwas mache, ausser im Herbst zurückschneiden. In der frischen Morgenluft ein paar Blättlein abzupfen, vielleicht noch ein paar Pfefferminzblätter dazu, ebenfalls ein unkompliziertes Gewächs, heisses Wasser dazu, fertig.

Ob ich meinen Flüssigkeitsbedarf mit Leitungswasser und Haustee decke, oder mit Mineralwasser, Kaffee, Süssgetränken und Bier, spielt bezüglich Ökologie eine Rolle. Denn Getränke tragen doch immerhin 21 % zur Umweltbelastung (Folie 19) des Gesamteinkaufs bei, grosse Mengen Umweltbelastungspunkte verbuchen Kaffee und Rotwein.

 

Karin Nowack
Dipl. Natw. ETH Umweltnaturwissenschafterin
Zert. Ernährungsberaterin

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