Derzeit beträgt der Pro-Kopf Konsum von Fleisch in der Schweiz 50 kg pro Person und Jahr. Das ist fast ein Kilogramm pro Woche! Aus meiner Sicht mit der Kenntnis nachhaltiger Ernährungssysteme und diverser Studien wären 10-20 kg Fleisch pro Person und Jahr nachhaltig und gesund. Dieses könnte in der Schweiz mit dem hier vorhandenen Futter produziert werden.

Die Ausscheidungen der Tiere dienen als Dünger für Ackerkulturen, was vor allem im Biolandbau zur Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit dient. Das landwirtschaftlich nutzbare Land in der Schweiz besteht zu 60% aus Wiesen und Weiden. Diese können nur als Futterlieferanten für Wiederkäuer (Rinder, Schafe, Ziegen) genutzt werden und nicht für den Ackerbau (Getreide, Gemüse, Hülsenfrüchte). In einer nachhaltigen Fruchtfolge wird ebenfalls alle paar Jahre Gras als Zwischenkultur angebaut, damit sich der Boden wieder erholen kann. Dieses Gras wird von Wiederkäuern verdaut, und für die menschliche Ernährung wertvolle Lebensmittel wie Milch und Fleisch können produziert werden. Diese Lebensmittel sind aber nur wertvoll, wenn sie nicht im Übermass konsumiert werden, wie dies heute häufig der Fall ist. Gesund ist eine abwechslungsreiche Ernährung mit 80 % pflanzlichen Komponenten wie Getreide, Gemüse, Hülsenfrüchten, Nüssen und 20 % tierischen Bestandteilen wie Milch, Käse, Ei, Fleisch. Nachhaltig ist zudem, möglichst viel vom Tier zu verwenden und nicht nur die guten Fleischstücke, also auch Knochen (auskochen), Innereien, weitere Bestandteile als Wurst. Dazu haben meine Kolleginnen Ilona und Michèle gute Zubereitungsideen.

Karin Nowack
Dipl. Natw. ETH Umweltnaturwissenschafterin
Zert. Ernährungsberaterin

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